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Athlet:innen / Erfolgsgeschichten / Partnerschaften

Teamgeist ist Trumpf

09/25

Seit 17 Jahren steht Nina Gerber auf dem Handballfeld. Viele Jahre ging sie für Rotweiss Thun auf Punktejagd, seit diesem Sommer läuft sie für HSG Aargau Ost auf. Parallel zum Handball arbeitet sie seit Anfang Februar bei unserer Local Partnerin SGHals Assistentin der Geschäftsleitung und Projektleiterin im 80%-Pensum. Bald beginnt sie zudem ein Teilzeit-Masterstudium in Sustainable Business Developement an der FH Graubünden. Im Interview spricht die 27-Jährige über ihre ersten Monate bei der SGH, ihren Spielstil und ihre Ziele im Sport wie im Beruf.

 

Das Gesamtpaket aus Leistungssport und Freundschaft begeistert sie.

 

Nina Gerbers Begeisterung für den Handball begann früh. «Mein Vater spielte Handball, und ich durfte ihn als Kind oft zu seinen Spielen begleiten. Ich durfte sogar auf der Bank Platz nehmen», erinnert sie sich. Zwar probierte sie sich ebenfalls in anderen Sportarten wie Tennis oder Kunstturnen aus, doch der Handball blieb.

 

Im Laufe der Zeit formierte sich in ihrer Mannschaft eine feste Frauengruppe, mit der sie über zehn Jahre lang bei Rotweiss Thun zusammenspielte. Diese Gruppe wurde für Nina wie eine zweite Familie – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Alltag. «Ich konnte ambitioniert Sport machen und war dabei von Menschen umgeben, die dieselben Ziele verfolgten. Gleichzeitig konnten wir nach den Trainings sowie Spielen zusammen etwas trinken gehen und hatten dort eine gute Zeit. Dieses Gesamtpaket aus Leistungssport und Freundschaft begeistert mich bis heute. Letztendlich war dies für mich der ausschlaggebende Grund, warum ich mich für die Sportart Handball entschieden habe.»

 

«Ich gewinne dir vielleicht nicht allein ein Spiel, aber ich verliere es auch nicht.»

 

Wer Nina nur auf dem Spielfeld als Flügelspielerin kennt, erlebt sie als unangenehme sowie ehrgeizige Kämpferin. Eine, mit der man lieber zusammenspielt spielt als gegen sie. «Ich gewinne dir vielleicht kein Spiel, aber ich verliere dir auch keines», sagt sie mit einem selbstsicheren Lächeln. In ihrem Team war sie immer eine sehr angenehme, einfühlsame und integrierte Spielerin. Geschätzt wurde sie ebenso für ihren Umgang mit den Mitspielerinnen. Sie versuchte stets alle Mitspielerinnen einzubeziehen und bei allfälligen Konflikten diese zu lösen.

 

Genau diese Stärken bringt sie ebenfalls in ihren Job bei der SGH ein. Der Mensch steht bei Nina im Zentrum. Im kleinen Team der SGH mit 14 Personen hat sie sich schnell eingelebt. Dass sie sich so schnell ins Team einfinden konnte, führt sie auf ihren Sportlerhintergrund zurück. «Im Sport lernst du, dich in neue Gruppen einzufügen und trotzdem deine Haltung zu vertreten. Du kannst Ziele nur erreichen, wenn das Zusammenspiel stimmt. Es benötigt zwar eine gewisse Reibung, aber auch Harmonie. Dies muss einfach in einer Balance stehen.»

 

Auch die Dreifachbelastung von Studium, Sport und Beruf war für sie kein Selbstläufer, aber mit Flexibilität von allen Seiten und einer offenen Kommunikation machbar. «Meiner Meinung nach findest du immer eine Lösung, wenn man ehrlich miteinander spricht und sich transparent austauschst. Sowohl mein vorheriger Arbeitgeber als auch die SGH haben grosses Verständnis dafür gezeigt.»

 

Von Thun nach Zürich und zur SGH.

 

Gefunden hat Nina die Stelle über das Stellenportal von Athletes Network. Unter dem Jobtitel «Assistenz der Geschäftsleitung und Projektleiterin» konnte sie sich noch nicht ganz vorstellen, was ihre Aufgaben waren. Jedoch sprach sie besonders der Fokus auf Nachhaltigkeit an und sie reichte ihre Bewerbung ein. Im Gespräch mit Peter Gloor, Direktor der SGH und ihr direkter Vorgesetzter, wurden ihre Zweifel schnell ausgeräumt. Die Stelle bot vielfältige Aufgaben in diversen Bereichen, Eigenverantwortung und viel Spielraum für eigene Ideen. Projekte wie Social Media, Eventorganisation, die Nachhaltigkeitsstrategie oder interne Digitalisierungsprojekte gehören zu ihrem Arbeitsalltag. «Ich darf selbst entscheiden, wo ich wie viel Energie reinstecke, das motiviert mich sehr.»

 

Eine der grössten Herausforderungen für Nina ist das Priorisieren ihrer Tätigkeiten. «In meinem früheren Job waren die Aufgaben klar strukturiert und terminiert. Jetzt darf ich selbst entscheiden, wie viel Zeit ich wofür einplane – auch dann, wenn viele andere Themen gleichzeitig wichtig erscheinen. Da muss ich noch lernen, mir bewusst Zeitfenster zu blockieren.»

 

Freiheit und Vertrauen macht die SGH besonders für Nina.

 

Besonders schätzt Nina an ihrer Arbeit bei der SGH, dass Ideen und Innovationen offen aufgenommen und, wo immer möglich, auch umgesetzt werden. Zudem arbeitet das Team sehr effizient, lösungsorientiert und mit bemerkenswerter Offenheit. «Es ist für mich nicht selbstverständlich, wie hilfsbereit alle sind, selbst wenn gerade viel zu tun ist. Ich kann jederzeit mit meinen Anliegen zu meinen Teammitgliedern gehen.»

 

Auch das Vertrauen, das ihr entgegengebracht wird, ist für sie ein grosser Antrieb. «Ich kann meinen Arbeitstag eigenständig gestalten. Um dieses Vertrauen zu rechtfertigen, spiegle ich regelmässig zurück, was ich gemacht habe.»

 

Peter Gloor beschreibt Nina als ideale Ergänzung für das Team: «Nina arbeitet sehr strukturiert, fokussiert und zielorientiert. Sie ist flexibel, arbeitet selbständig und holt sich Unterstützung, wenn es nötig ist. Wir schätzen es sehr, dass Nina sehr teamfähig ist und aktiv eigene Ideen einbringt.»

 

Der Ehrgeiz ist ebenfalls im unternehmerischen Umfeld spürbar.

 

Neue Aufgaben geht sie nicht nur im Sport mit richtig viel Ehrgeiz an. Als sie bei der SGH anfing, war für sie klar, dass sie nicht einfach nur mal reinschauen und abwarten wollte. Sie wollte die Basics direkt lernen und genau das hat sie geschafft. Im Probezeitgespräch zeigten sich ihre Vorgesetzten überrascht, wie schnell sie bestimmte Aufgaben schon beherrschte. Sie sagt selbstbewusst, dass genau das ihr Ziel war und sie es unbedingt erreichen wollte.

 

Ihre Ziele bei der SGH hat Nina klar vor Augen. Insbesondere in der Markenpositionierung sieht sie noch Entwicklungspotenzial. «Der Bereich der Beratung könnte noch präsenter werden, um unsere Marke sichtbarer zu machen. Weiter sehe ich im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung Optimierungsmöglichkeiten.»

 

Wir wünschen Nina viel Glück, dass sie bei der SGH ihre Ziele erreicht und mit ihrem Handballverein HSG Aargau Ost eine erfolgreiche Handballsaison erlebt!