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Athlet:innen / Erfolgsgeschichten / Partnerschaften
Seraina Kaufmann: Über Ehrgeiz, Herausforderungen und Emotionen
03/26
Fussball hat von klein auf schon immer eine grosse Rolle in Serainas Leben gespielt. Heute spielt die 26-Jährige beim FC Wil in der Nationalliga B und absolviert parallel das Athletenprogramm bei PostFinance. Sie erzählt uns, was ihr im Sport besonders wichtig ist, was sie den jungen Spielerinnen auf den Weg geben will und weshalb das Trainee-Programm bei PostFinance perfekt zu ihr passt.
Begonnen hat alles im Dorfclub. Schon dort war klar, dass Seraina nicht nur mitspielen wollte. Sie wollte besser werden. Mehr Training, mehr Professionalität, höhere Ambitionen. Mit dem Wechsel zum FC Zürich Frauen fand sie genau dieses Umfeld. Sie durchlief den Nachwuchs, entwickelte sich sportlich weiter und tauchte immer tiefer in den Leistungsfussball ein. Während des Gymnasiums liess sich Schule und Training noch gut vereinbaren, doch nach dem Abschluss wurde es anspruchsvoller. Im ersten Praktikum merkte sie, dass der Spagat zwischen Berufseinstieg und Spitzensport immer schwieriger wurde. „Ich habe mich nicht gegen den Fussball entschieden“, sagt sie rückblickend. „Aber ich habe mich bewusst für meine Ausbildung entschieden.“
Doch ihre Ambitionen im Spitzensport waren damit nicht vorbei. Mit den Grasshoppers erhielt sie nochmals die Möglichkeit, sich mit den Besten der Schweiz zu messen. Leider erlitt Seraina im 2021 einen Kreuzbandriss und Teilriss des Meniskus und Innenbandes. Es folgte eine lange Leidenszeit mit mehreren Operationen. In erster Linie standen danach nicht mehr die Ambitionen im Fussball im Zentrum, sondern überhaupt wieder spielen zu können. Sie wechselte zum FC Winterthur und konnte nach fast zwei Jahren endlich wieder spielen, ihr Knie bereitete ihr aber weiterhin Schwierigkeiten.
Was bleibt, wenn der Körper nicht immer mitspielt?
Für Seraina war die Antwort klar: Perspektive. Seit einem Infotag an der ZHAW wusste sie, dass sie Kommunikation studieren wollte. Ihr war es wichtig, auch neben dem Fussball eine Passion zu verfolgen und ein zweites Standbein zu haben. Sprachen und Kommunikation haben sie schon immer fasziniert und die vielseitige und kreative Tätigkeit in der Unternehmenskommunikation hat sie von Anfang an begeistert.
Zudem hatte sie während der Reha mehr Zeit für ihre dritte Leidenschaft: Trainerin sein. Bei GC war sie Assistenztrainerin in der U14 und U15 und beim FC Winterthur leitete sie die Morgentrainings der Nachwuchsspielerinnen. Aktuell leitet sie bei der Fabrik11 Fussball- und Athletiktrainings für Kinder und Erwachsene.
„Ich liebe den Fussball – aber zum Glück nicht nur.“
Aktuell absolviert Seraina ein Trainee-Programm bei PostFinance – ein Programm speziell für aktive oder ehemalige Spitzenathlet:innen. Sie arbeitete zuerst im Bereich Social Media und nun im Themenmanagement des Newsrooms. Kommunikation unter Druck? Teamarbeit? Verantwortung übernehmen? Klingt alles vertraut. Was sie besonders reizt, ist das professionelle Umfeld. „Ich wollte Kommunikation in einem grossen Unternehmen mit einem professionellen Newsroom lernen.“
Bei der Fabrik11, wo sie vorher Kommunikationsmanagerin war, verantwortete sie Konzeption, Umsetzung und Kontrolle. Das war vielseitig, aber auch viel auf einmal. «Bei PostFinance hingegen kann ich mich auf einzelne Teilbereiche konzentrieren, Ideen gemeinsam im Team weiterentwickeln und höchst professionell umsetzen. Ich bin trotz «Trainee-Status» ein vollwertiges Teammitglied, das war mir wichtig.» Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, Dinge anpacken und Gas geben, dies zeichnet Seraina aus.
Diese Haltung zeigt sich auch im Fussball. Seit diesem Winter spielt sie beim FC Wil und gehört zu den ältesten Spielerinnen im Team. Seraina sieht sich als Bindeglied zwischen den Generationen. Sie begleitet die jungen Spielerinnen und gibt ihre Erfahrungen weiter. Genau das ist es, was sie am Trainerinnenjob fasziniert. „Es ist wunderschön zu sehen, wie junge Spielerinnen wachsen; nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeit. Ich liebe es, ihnen Verantwortung zu übertragen und sie zu befähigen.»
Fussball spielen. Fussball trainieren und bei PostFinance arbeiten. Wie schafft man das alles? „Ich habe sehr viel Energie, sehr viel positive Energie.“ Kurze Wege und flexible Arbeitsmodelle helfen, doch der entscheidende Faktor ist ein anderer: «Ich habe sehr viel Freude, an dem, was ich tue.»