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David Aebli, Volleyballspieler, bei LLB Schweiz
Vom Volleyballfeld in die digitale Welt
05/26
David Aebli kennt die Balance zwischen Leistung und Leidenschaft. Einst in der Nationalliga A im Volleyball aktiv, steht er heute in der 1. Liga vor allem aus Freude am Spiel auf dem Feld. Parallel dazu absolviert er seinen Master und arbeitet als Werkstudent bei der LLB in einem 50%-Pensum in der Applikationsentwicklung. Im Interview erzählt er, wie er zum Volleyball kam, was er aus dem Sport mitgenommen hat, wie er zur LLB gefunden hat und was ihn an seiner aktuellen Rolle besonders begeistert.
Spät mit Volleyball gestartet, weit gekommen
Seine sportliche Karriere begann ursprünglich im Eishockey, bevor er – inspiriert durch seine Familie – zum Volleyball wechselte. Was ihn an dieser Sportart bis heute fasziniert, beschreibt David so: «Mir gefällt die Dynamik. Viele Aktionen laufen parallel und greifen sowohl taktisch als auch spielerisch ineinander. Jede Handlung hängt zusammen und dient dazu, das Team in die bestmögliche Position zu bringen, um einen Punkt zu erzielen oder zu verteidigen. Gleichzeitig musst du ständig schnelle Entscheidungen treffen: Bleibe ich auf der Linie, greife ich an oder spiele ich eine Finte? Solche Fragen begleiten dich während des gesamten Spiels.»
Der Einstieg in den Volleyball war alles andere als einfach. «Ich war oft der Bänkliwärmer», erinnert er sich und lacht. Doch genau das wurde zu seinem Antrieb. Mit viel Einsatz und Fleiss arbeitete er sich Schritt für Schritt nach vorne, bis er schliesslich in der Nationalliga A spielte. Eine feste Position hatte er dabei nie. Er wurde dort eingesetzt, wo ihn sein Team brauchte, sei es als Aussenangreifer, Libero oder Mittelblocker. Diese Vielseitigkeit ist bis heute eine seiner grössten Stärken. «Ich habe gelernt, mich immer wieder an neue Situationen anzupassen und weiterzuentwickeln.»
Ein Volltreffer – beruflich wie menschlich
Der Weg zur LLB ergab sich eher zufällig. Ein Kollege, der bereits dort arbeitet, berichtete ihm durchweg positiv über das Unternehmen. Zusätzlich wurde er über das Jobportal von Athletes Network auf offene Stellen aufmerksam und bewarb sich erfolgreich auf die Werkstudentenstelle.
Bereits im Bewerbungsgespräch wurde ihm klar, dass die Unternehmenskultur der LLB genau das widerspiegelt, was er gesucht hat. Dieser Eindruck bestätigte sich auch in den ersten Arbeitstagen. Besonders hebt er die Wertschätzung und die gelebte Feedbackkultur hervor. Auch die Zusammenarbeit im Team beschreibt er als offen und unterstützend. «Du kannst auf alle zugehen, alle sind hilfsbereit. Das motiviert dich, Vollgas zu geben.» Gleichzeitig werde vom Unternehmen auch Leistung eingefordert. «Es wird klar gesagt, dass du liefern sollst. Das gefällt mir sehr.»
An der Schnittstelle von Mensch und Technologie
Bei der LLB arbeitet David genau dort, wo Wirtschaft und Informatik aufeinandertreffen: «Es geht mir darum, beide Seiten wirklich zu verstehen. Wie arbeiten Menschen, was brauchen sie und wie können digitale Lösungen sie dabei unterstützen?» Statt reinem Programmieren steht für ihn das Verständnis im Mittelpunkt. Sein Studium der Wirtschaftsinformatik bildet dafür die Grundlage.
Sein Arbeitsalltag bei der LLB als Werkstudent ist vielseitig. Neben der Entwicklung von Anwendungen steht er im engen Austausch mit verschiedenen Fachbereichen, klärt Anforderungen und testet Lösungen gemeinsam mit den Nutzenden. «Zu Beginn dachte ich, ich sitze nur vor dem Computer, aber der Austausch mit den Menschen ist ein wichtiger Teil der Arbeit.» Was ihm dabei hilft, ist seine Kommunikationsstärke. Diese Fähigkeit bringt er aus dem Teamsport mit. «Auf dem Spielfeld im Volleyball musst du klar mit deinen Mitspielern kommunizieren. Das hilft mir heute enorm im Job.»
Auch seine Mentorin Eveline Burtscher, IT-Analystin bei der Liechtensteinische Landesbank AG, bestätigt diesen Eindruck: «David ist selbstständig, wahnsinnig umgänglich und ein echter Teamplayer. Man merkt sofort, dass er aus dem Teamsport kommt.» Seine Vorgesetzte beschreibt ihn als jemanden, der Verantwortung übernimmt und eigenständig arbeitet. «David versucht Probleme zuerst selbst zu lösen und kommt erst dann auf uns zu, wenn er nicht mehr weiterkommt. Gleichzeitig bringt er neue Perspektiven ein und stellt die richtigen Fragen.» Gerade diese Mischung aus Eigeninitiative und Offenheit macht ihn laut Eveline für das Team wertvoll. «Er findet sich schnell in unterschiedliche Rollen ein und bringt genau die Einstellung mit, die wir brauchen.»
Dranbleiben, auch wenn es schwierig wird
Die Arbeit in der Softwareentwicklung bringt Herausforderungen mit sich, vor allem dann, wenn Lösungen nicht sofort greifbar sind. «Oft kommen Probleme auf dich zu, die du nicht auf die Schnelle lösen kannst. Dann musst du dich richtig reinarbeiten. Über Umwege findest du schliesslich eine Lösung. Dieser Try-and-Error-Ansatz gefällt mir sehr.» Er ergänzt weiter: «Manchmal suchst du lange nach der richtigen Lösung und am Ende war es nur ein Klick. In solchen Momenten ist Frust da, aber genau dieser Prozess und das Learning daraus gehören dazu.» Der Umgang mit solchen Momenten ist für ihn nichts Neues. Im Sport hat er gelernt, mit Rückschlägen umzugehen, sei es nach Niederlagen oder bei Verletzungen. «Du bist vielleicht einen Moment frustriert, aber dann analysierst du und machst es beim nächsten Mal besser.»
Auch das Arbeitsumfeld in einer Bank brachte für ihn neue Herausforderungen mit sich. «Du musst sehr sorgfältig arbeiten, alles sauber dokumentieren und strukturiert vorgehen, gerade wegen der sensiblen Kundendaten. Das kannte ich so vorher noch nicht. Am Anfang war ich da schon ein wenig im kalten Wasser. Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt. Heute ist das kein Problem mehr.»
Klare Ziele vor Augen
Stillstand ist für David keine Option. Er möchte sich bei der LLB kontinuierlich weiterentwickeln und unterschiedliche Perspektiven verstehen. Kurzfristig liegt sein Fokus auf dem Masterabschluss. Langfristig will er die Schnittstelle zwischen Business und IT aktiv mitgestalten.