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Sara Zaetta, Handballspielerin, bei der Universitätsklinik Balgrist

Mit Teamgeist vom Handballfeld ins Büro

02/26

Sara Zaetta spielte bis Ende der Saison 2024/25 Handball als Kreisläuferin für den LK Zug. Danach beendete sie ihre Karriere im Spitzensport. Heute, nur wenige Monate nach ihrem Rücktritt, bringt sie dieselbe Energie und Disziplin in ihren Job an der Universitätsklinik Balgrist in Zürich ein. In einem 40%-Teilzeitpensum arbeitet sie am Balgrist Campus als Assistentin von PD Dr. Jonas Widmer in der Spine Biomechanics Gruppe und studiert parallel Wirtschaftspsychologie an der HSLU. Den Einstieg in diese Position fand sie über das Netzwerk des Athletes Network.

Wir durften Sara bei ihrer Arbeit an der Universitätsklinik Balgrist besuchen und mit ihr ein Interview führen. Im Gespräch erzählt sie von ihrem Alltag, ihren Erfahrungen und den Parallelen zwischen Sport und Beruf.

Vom Probetraining zum Spitzensport

Sara begann ihre Handballkarriere im Alter von zwölf Jahren. «Eine Kollegin nahm mich damals einfach mit zum Probetraining und ich war sofort begeistert», erzählt sie. Der Teamsport, das schnelle und dynamische Spiel sowie die Mischung aus Kraft, Ausdauer und taktischem Denken faszinierten sie von Anfang an. Bis zum Ende der Saison 2024/2025 stand sie für den LK Zug im Einsatz.

Gerade in den Spitzenzeiten war der Alltag als Leistungssportlerin intensiv. Sara absolvierte bis zu neun Trainings pro Woche, dazu kam jeweils das Spiel am Wochenende. Was sie heute nicht vermisst, sind frühe Trainings um sieben Uhr morgens oder Situationen, in denen sie Einladungen von Kolleginnen wegen Training oder Spielen absagen musste. Sie schätzt vielmehr die neu gewonnene Freiheit. Den Sommer nutzte sie zum Reisen und sie geniesst es, ihre Kolleginnen wieder öfter ausserhalb des Handballs zu treffen. Sport ist dennoch weiterhin ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Fitness und Bewegung gehören nach wie vor zu ihrem Alltag.

Auf dem Feld zeichnete Sara besonders ihre starke Verteidigungsarbeit aus. Gleichzeitig war sie im Team für ihre lockere Art bekannt. «Ich sorgte gerne für gute Stimmung in der Kabine und auf dem Spielfeld. Aber wenn es ernst wurde, konnte ich mich immer sofort wieder fokussieren.»

Der Weg zur Universitätsklinik Balgrist

Seit April 2025 arbeitet Sara in einem 40%-Pensum in der Universitätsklinik Balgrist als Assistentin von PD Dr. Jonas Widmer in der Spine Biomechanics Gruppe. Zu ihrem heutigen Arbeitgeber fand sie über das Athletes Network, mit dem sie bereits während ihrer aktiven Handballzeit in Kontakt kam. «Damals waren einige Personen des Athletes Network bei uns vor Ort und stellten ihr Angebot vor. Ich habe mich daraufhin einfach mal als Mitglied angemeldet», erzählt sie.

Als Sara später begann, nach einer passenden Stelle zu suchen, wandte sie sich erneut ans Athletes Network. Über die Stellenplattform entdeckte sie ein Praktikum in der Universitätsklinik Balgrist und bewarb sich darauf. Auch wenn es mit dem Praktikum nicht klappte, ergab sich daraus eine neue Möglichkeit. Das HR-Team der Universitätsklinik Balgrist machte Sara auf die offene Stelle als Assistentin der Forschungsgruppe Spine Biomechanics aufmerksam. Die Teilzeitstelle im 40%-Pensum passte ideal zu ihrer aktuellen Lebenssituation und liess sich optimal mit ihrem Studium verbinden. So ergab sich für sie direkt eine langfristige Lösung.

Vielseitiger Arbeitsalltag im Forschungsumfeld

Ihr Arbeitsalltag ist geprägt von unterschiedlichen Aufgaben. Sara organisiert Meetings, führt Zeiterfassungen aller Mitarbeitenden der Forschungsgruppe, betreut die Website der Forschungsgruppe, übernimmt das Onboarding neuer Mitarbeitenden sowie Studierenden und koordiniert administrative Prozesse. «Die Arbeit hier ist sehr abwechslungsreich. Ich habe zwar vorgegebene Aufgaben, aber die Tage unterscheiden sich stark je nachdem, was gerade ansteht.» Diese Vielseitigkeit schätzt Sara ebenso wie die Flexibilität ihres Arbeitgebers sehr.

Ihr Vorgesetzter Jonas Widmer, Leiter der Spine Biomechanics Gruppe, hebt besonders die Zusammenarbeit mit Sara hervor: «Sara ist extrem motiviert, arbeitet sehr exakt und ist hervorragend ins Team eingebunden. Besonders ihre Zuverlässigkeit macht sie zu einer grossen Unterstützung für unsere Forschungsgruppe.»

Klares Ziel vor Augen

Parallel zur Arbeit studiert Sara Wirtschaftspsychologie im Teilzeitmodell an der HSLU. Das Modell erfordert viel Selbststudium, insbesondere für Vor- und Nachbereitung, und verlangt eine gute Planung. Die Kombination aus Job und Studium gelingt ihr sehr gut. Sie ist es aus ihrer Zeit als Leistungssportlerin gewohnt, Training und andere Verpflichtungen gleichzeitig zu managen und dabei den Fokus stets auf das Wesentliche zu behalten.

Wie früher auf dem Spielfeld verfolgt Sara auch heute klare Ziele. Sie möchte ihr Studium erfolgreich abschliessen und gleichzeitig weitere Berufserfahrung sammeln. Ausserdem möchte sie in den nächsten Jahren einige Reiseziele verwirklichen. Auf ihrer persönlichen Wunschliste stehen Ferien auf Hawaii, in Südafrika oder mehrere Wochen auf einer Ranch in Montana, auf der sie gerne arbeiten möchte.

-> Mehr Infos zur Spine Biomechanics Gruppe